Ferngesteuert.

Messeradio der neuen welle - live von der offerta in Karlsruhe.

Der Radiosender „die neue welle“ hat in diesem Jahr direkt von der Verbrauchermesse offerta gesendet und den Begriff live dabei wörtlich genommen. „Wir haben die Sendung ohne doppelten Boden und ohne Techniker im heimischen Studio gefahren“, erläutert Andrea-Alexa Kuszák, Geschäftsführerin des Lokalsenders. Möglich gemacht wurde das unter anderem durch ein zirkon-Mischpult der Firma Lawo aus Rastatt.

Durch das direkte Senden von der Messe hatten die Moderatoren während der neun Messetage viele Vorteile: „Unser Programm wurde spontaner und wir konnten regionalisieren – also auf die Bedürfnisse der Hörer unserer drei Frequenzen in Karlsruhe, Pforzheim oder Baden-Baden eingehen,“ erläutert Vanja Borko, Programmkoordinatorin bei der neuen welle, die Vorteile der neuen Technik. „Koordinationsaufwand fiel weg, so haben wir Zeit gespart und waren zum Beispiel in der Lage, direkt auf das komplette Musikarchiv der neuen welle von der Messe aus zuzugreifen.“ Und Borko weiter: „Mit unserer neuen Technik konnten wir vor Ort direkter auf Messebesucher zugehen und deren spontane Reaktionen einfangen und hatten bei der Jagd nach außergewöhnlichen Ständen mehr Möglichkeiten, um unseren Hörern interessante Beiträge zu liefern.“

Die Technik dahinter

Um diese Ideen zu realisieren, hat das Team um Technikchef Markus Bresch die komplette Studiotechnik fernbedienbar gemacht und damit virtualisiert. Das Studio auf der Messe sah wie das normale Sendestudio der neuen welle aus, nur waren alle Knöpfe, Bildschirme, Tastaturen und Regler Fernbedienungen, die über eine Richtfunkverbindung mit der acht Kilometer entfernten Sendezentrale verbunden waren. Auf diese Weise war es möglich, aus dem Messestudio nahezu beliebig viele Regionalstrecken abzuwickeln und unterschiedliche Programme für Karlsruhe, Baden- Baden oder Pforzheim anzubieten. Ein zusätzlicher Techniker am Hauptstandort war nicht notwendig – der Moderator konnte seine komplette Sendung aus dem Messestudio selbstständig abwickeln und alles so bedienen, wie er es auch im heimischen Studio gewohnt ist.

Die Zuschauer auf der offerta konnten auf drei großen Screens die Arbeit der Moderatoren verfolgen. Sowohl der Sendeplan als auch das Mischpult und diverse Details wurden einsehbar gemacht. Das gläserne Studio ging sogar so weit, dass die Besucher der Messe die internen Absprachen der Moderatoren mit dem Studio am Hauptstandort mithören konnten.

Die Möglichkeit der Fernbedienung wird durch eine besondere technische Eigenschaft des zirkon-Pults der Firma Lawo unterstützt: Während der Mischpultkern inklusive aller Audio- und Steuer-Anbindungen am Hauptstandort verbleibt, wird das Bedienteil des Mischpultes über eine Netzwerkverbindung, in diesem Fall über Richtfunk, abgesetzt (Virtualisierung). Ebenso wurden auf diese Weise drei Kombinationen von Bildschirm, Tastatur und Maus via Remote Desktop virtualisiert. Die latenzarme Audioübertragung wurde als MPEG1 LAYER2 realisiert.

 

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