Eurovision Song Contest 2008.
Zwei mc²66 von Lawo sorgten in Belgrad für den weltweiten Ton.
Die größte Musikshow der Welt ist seit einigen Jahren zu einem Event der Superlative geworden: Der Eurovision Song Contest, der in den 50ern als kleiner Wettbewerb mit nur sieben teilnehmenden Ländern seine Anfänge hatte, brachte es in diesem Jahr in Belgrad auf die stolze Zahl von 43 Teilnehmern, was erstmals einen Vorentscheid in zwei Halbfinals nötig machte. Veranstaltet wird er jährlich von der EBU (European Broadcasting Union); das Finale wurde nicht nur in ganz Europa, sondern auch in Asien und Südamerika verfolgt.
Die schwedische Produktionsfirma HD Resources war für die weltweite Übertragung der Ton- und Bildsignale aus Belgrad zuständig. Zum Einsatz kam der große HDTV-Ü-Wagen HDR-1, als Rückfallebene für den Ton hatte HD Resources einen neuen Audio-Truck von Prisma Outside Broadcast gemietet. Beide Ü-Wagen sind mit mc²66-Pulten von Lawo ausgestattet. Da die verpflichteten Freelance-Toningenieure diese Mischpulte bereits bestens kennen, weil sie in vielen europäischen Ü-Wagen verbaut sind, entschied sich HD Resources für den Einsatz genau dieser beiden Ü-Wagen.
Das mc²66 im HDR-1 verfügt über 48 Fader, 144 DSP-Kanäle und besitzt eine maximale Routingkapazität von 8.192 mal 8.192 Ein- und Ausgängen; das mc²66 im Prisma-Audio-Truck wartet mit 56 Fadern, 144 DSP-Kanälen und einer Routerleistung von 3.072 mal 3.072 Ein- und Ausgängen auf. Der HDR-1 stellte drei Stageboxen mit jeweils 24 Mikrofoneingängen bereit, dazu kamen AES/EBU-Ein- und Ausgänge sowie Line Ein- und Ausgänge. Der OB Truck von Prisma setzte zwei Stageboxen mit insgesamt 88 Mikrofoneingängen ein. Beide Ü-Wagen hatten gemeinsamen Zugriff auf alle Signale.
Die Lawo-Systeme wurden durch einen Virtual Studio Manager (VSM) gesteuert. Für die Audiosignale waren beide Ü-Wagen über zwei MADI-Leitungen verbunden, so dass das Kommandosystem im HDR-Ü-Wagen, die Aufnahmesysteme und alle Lautsprecher bei einem etwaigen Ausfall über den Prisma-Truck hätten gespeist werden können. Diese Umschaltung war im VSM so programmiert, dass durch Drücken zweier Knöpfe alle Einstellungen und Belegungen zwischen Hauptkonsole und Backup-Pult umgeschaltet werden konnten.
Per Jönsson, Technical Director von HD Resources, ist von der Leistungsfähigkeit und der einfachen Bedienbarkeit des mc²66 beeindruckt: "Als Verantwortlicher bei einer so wichtigen Produktion ist das eine große Erleichterung, denn das Mischpult löst alle Probleme quasi von selbst – und so bleiben kaum Fragen der Toningenieure zu beantworten. Das Lawo-Pult ist ausgesprochen userfreundlich und mit seiner leicht zu bedienenden Funktionalität gelingt selbst eine große Produktion problemlos," so Jönsson weiter.

