Sofort vor Ort.
Der SWR stattet seine neuen Reportermobile mit Technik von Lawo aus.
Ein Großbrand im Industriegebiet, eine Massenkarambolage auf der Autobahn – in vielen Fällen muss ein Radioreporter schnell vor Ort sein. Mit seinen neuen Reportermobilen hat der SWR die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ein Reporter in Bereitschaft schnell zum Ort des Geschehens aufbrechen kann. In den meisten Fällen alleine, ohne vorher einen Tontechniker hinzuziehen zu müssen, was die entscheidenden Minuten an Zeit bringen kann und Kosten spart. Ein wichtiger Faktor hierbei: das einfach und schnell zu bedienende z4-Pult, das in diese Fahrzeuge eingebaut wurde.
„Das z4 von Lawo ist ein leicht zu bedienendes Pult, ideal für einen technisch nicht so geschulten Reporter. Das Pult besitzt vier Regler, die 14 Eingängen zugeordnet sind und so können verschiedene Quellen genutzt werden. Die vier Regler sind praktisch und passen genau, weil im Einsatz recht oft ein Mikro, ein Headset, ein Codec und eine Funkhaus-Rückleitung bedient werden müssen“, erläutert Dieter Scholz, Projektleiter beim SWR, warum die Wahl wieder auf ein Pult von Lawo fiel.
Das eine Reportermobil wird hauptsächlich von SWR4 (Radio Stuttgart) und in geringerem Maße von SWR1 für Magazinsendungen und aktuelle Programme genutzt. Als Vorbild diente der „SWR3-Elchbus“, ein VW Sharan, der mit Bildern von zwei großen Elchen auf der Seite verziert ist. Die neuen Reportermobile besitzt dieselbe technische Ausstattung, nur dass einmal ein VW Sharan bzw. ein VW-Bus eingesetzt wurde. Lawo fungierte als Generalunternehmer und übernahm auch die komplette Verkabelung, als Subunternehmer kam wieder die Firma Krämer in Groß-Gerau zum Einsatz.
Reportermobile mit GAN-Uplink
Die Reportermobile sind mit einem Uplink-System GAN bzw. BGAN der Firma Transtel ausgerüstet, sie erlauben mehrstündiges netzautarkes Arbeiten. Mit den zwei Drahtlosanlagen ist es möglich, auch abgesetzt, also außerhalb des Fahrzeugs, zu arbeiten und O-Töne aufzunehmen und Kommentare zu sprechen. Der Reporter kann das DIGAS-Schnittsystem starten, draußen arbeiten oder die Signale direkt per Fernbedienung über INMARSAT zum Funkhaus übermitteln.
Die Reporter des SWR haben mit den neuen Reportermobilen sehr flexible und moderne Arbeitsmittel. Die Aufnahmen können auf einem Laptop mit einem speziellen Audio-Schnittsystem sofort bearbeitet werden. Die Beiträge können zum Funkhaus per Filetransfer mit UMTS, ISDN,DSL oder SAT übertragen oder auch live in die Sendung eingespielt werden.
„Das „Elchbus-Konzept hat sich im Betrieb bewährt, so lag der Nachbau nahe“, so noch einmal Dieter Scholz. Er lobt anschließend die gute und bewährte Zusammenarbeit mit Lawo von der Projektierung bis hin zur Übergabe des fertigen Fahrzeugs: „Von Projektierung über Ausführung, Dokumentation und bis hin zur Übergabe ein stimmiges Konzept!“

